Montag, 21. Mai 2007

Enforcement Officer Remembrance Day

"This is D.C., man, you cant't walk around with a knife!"

Mit diesen harschen Worten belegte mich der Sicherheitsbeamte am Eingang zum Capitol, nachdem ich ihn freundlich gefragt hatte, ob er mein Schweizer Taschenmesser für mich aufbewahren könnte. Ich wurde aufgefordert, es in den großen grauen Mülleimer vor dem Eingang zu schmeißen, in dem sich bereits hauptsächlich Wasserflaschen befanden. Das war mir zu bunt, deshalb verzichtete ich darauf, das Capitol zu besichtigen. Das Messer habe ich aber dennoch sicherheitshalber zu Lothar in die Kanzlei gebracht.

Heute war Sight- Seeing- Tour, meine Füße sind wund, meine Gesichtshaut verbrannt. Aber die Tour war klasse, hier nur eine winzige Auswahl:

White House


Capitol



Washinton Monument mit dem berühmten (auch von Forrest Gump bekannten Reflecting Pool)



Lincoln Memorial



Vietnam Memorial



Keiner wollte mit mir Schach spielen.



Gegen abend kam aber George Bush seinerseits mit dem Hubschrauber vom Spielen nach Hause ins Weiße Haus.



Am Tag zuvor waren wir übrigens bei den Nachbarn zum Abhängen, Essen und Trinken eingeladen. Wir spielten Football und Lothar gab ein Geburtstagsständchen, welches er aber heimlich Christine widmete ("Oh, ooooooohne Di-hich...")





Abends haben wir noch eine Tour in die City für Nachtaufnahmen gemacht.





Heute abend waren wir in der Mall, da habe ich dem W.P. eine neue Fernbedienung gekauft. Auf der Packung war das Versprechen zu lesen: "Never lose your remote control in the couch again"



Na dann!

Euer FG

Lehre des Tages:
D.C. hat wahrscheinlich das höchste Polizeiaufgebot der Welt. Was stand auf dem Korea War Memorial? Freedom is not free. Aber mein Taschenmesser brauche ich noch zum Äpfelschneiden, man.

Sonntag, 20. Mai 2007

Down to the Waterfront

Der Magen hat sich wieder beruhigt. Ich glaube nicht, dass es das viele (schlechte) Bier gewesen ist, sondern das gestrige Mittagessen im "Popeye" welches schon seit längerem dort vorgehalten worden sein musste. Wir hätten gleich wieder rausgehen sollen, als wir gesehen hatten, dass wir ziemlich die Einzigen dort sind. Der WP - nach eigener Aussage mit einem "Saumagen" ausgestattet, hat dann auch noch meine Portion verdrückt.

Aber der Reihe nach:

Am Abend des 18. Mai sind wir abends natürlich noch steil gegangen. Es war schon dunkel, als wir Adams Morgan enterten.



Das Bier floss wieder in Strömen und auch die Tanzfläche blieb nicht unbehelligt.



Gegen 3 Uhr nachts, als die Clubs alle Partygänger auf die Straße würgten, nahm ich die Gelegenheit war, nach Deutschland (dort: 9:00 Uhr morgens) zu telefonieren und mein Wohlbefinden bekannt zu geben.




Gegen halb 4 waren wir zuhause. Am nächsten Morgen um 9:00 Uhr verfolgten wir auf Einladung der Deutschen Botschaft das Bundesliga-Finale im Fernsehen.





Im Anschluss bekräftigten wir offiziell die WP-FG Freundschaft im Presseraum.



Danach ging es zu einem Abstecher auf den Campus der Georgetown- Universität, wo zur Zeit die Verabschiedungsfeier (Graduation) der Absolventen stattfand.



Der WP war einer der wenigen, die keinen Abschluss vorweisen konnten. Zumindest stand er unter Polizeischutz, auch wenn der im Hintergrund erkennbare Officer die Zügel lang ließ.



Dann ging es runter zum Potomac, im Hintergrund ist übrigens das Watergate- Gebäude mit seiner runden Außenfassade zu erkennen.



Auf dem Potomac wurde ein Drachenbootrennen veranstaltet. Der WP dachte daran, dass auch er sich eigentlich vorgenommen hatte, während seines USA- Aufenthaltes regelmäßig Sport zu treiben. Es blieb allerdings beim Vorsatz.



Zum Ausgleich kaufte er sich erstmal eine CD.



Zuhause angekommen, wurde erstmal die Glotze angeschmissen, es gab Amateur-Videos mit lustigen häuslichen Unfällen (WP: "Ey, das kann nicht wahr sein, was die mit den Tieren anstellen, da hätte in Deutschland schon längst die Tierschutzbehörde eingegriffen!"- Da pickte gerade ein forsches Huhn im Hintern einer Hauskatze rum, die noch überlegte, ob sie das jetzt cool finden sollte).



Da uns ein Abend im Keller nicht zusagte, gingen wir abends wieder steil. Das geht natürlich nicht ohne Geld.



Aber die Investition sollte sich für den WP lohnen.



Leider fuhr nachts um drei kein Bus mehr. Auch die Taxen fuhren alle vorbei, so dass wir über eine Stunde nach Hause laufen mussten und wieder erst um kurz vor vier ins Bett fielen.



Heute werden wir kein Bier trinken. Zumindest nicht vor heute abend.



Lehre des Tages: Das hiesige Bier ist es nicht wert, das Auto stehen zu lassen.

Euer FG

Freitag, 18. Mai 2007

Erste Grüße aus Overseas

Es ist soweit- Grill is over the Ocean geflight und hat erstmal stellvertretend für alle daheimgebliebenen (speziell für Fru un Jung) den Loddar fest in`n Arm genommen.

Nach einer schier endlosen Reise mit ewig Verspätung und einem verpassten Flug ab Philadelphia inklusive Intensiv-Check durch die amerikanische Einwanderungsbehörde ("Oh, you got plenty of time, sir") bin ich erst kurz vor 20.00 Uhr angekommen. 21 Stunden nach meiner Abfahrt in Erfurt. Da ich den Flug verpasst hatte und dem WP nicht Bescheid sagen konnte, hoffte ich, dieser würde mitdenken und auf den nächsten Flug warten. Die Hoffnung war begründet!



Wir holten unseren Chevy von der Autovermierung und fuhren am Potmac nach Norden Richtung Bethesda. Nach einem Zwischenstop im Liquorstore und im Supermarkt kamen wir endlich zuhause an und machten Sandwiches.



Heute morgen um halb acht war die Nacht schon wieder vorbei und der WP machte sich geschäftig auf den Weg zur Arbeit.





Er nahm den FG mit in die Kanzlei und spendierte Kaffee.



Stolz zeigte ich mir auch die Bücher, die er schon geschrieben hatte und die mittlerweile zu Standardwerken der amerikamischen Rechtswissenschaft geworden sind ("Da muss ich erst im Lieske nachschlagen").



Gemeinsam unternahmen wir noch einen Ausflug zum Amtsgericht,



wo wir einige interessante Verhandlungen verfolgten.

Übrigens verfügen nicht alle Gerichte über ein ansprechendes Äußeres. Die Angeklagten sollen sich scheinbar von Anfang an wie Zuhause fühlen.



Dann entließ der WP mich in die Stadt, die mir in wolkigem Gewandt zu Füssen liegen lag. Man hatte sogar die Straßen bunt angemalt, nur um mich zu belustigen.



Immer wenn der FG ein Bild vom White House machen wollte, drängte sich eine kleine Ente dazwischen (Hallo Susi :-)). Zur Strafe wurde sie unscharf (die Ente).



Bei einem Besuch der "National Archives" bewunderte ich die Unabhängigkeitserklärung und die Verfassung im Original.



Die gefielen wir so gut, dass ich sie mit nach Hause nahm. Dies, obwohl alle dort dagegen protestiert hatten.



Heute abend gehen wir steil und morgen früh um 9 gucken wir Fussi- den letzten Spieltag der Bundesliga.

So, das war der erste Life Report vom FG, unterwegs auf den Spuren unseres WP!
Lehre des Tages: Washington ist ein Dorf mit einem total berühmten weißen Haus.

FG

Donnerstag, 10. Mai 2007

Countdown II

Huhu Lothar,
auch für Luan und mich läuft die Zeit im trauten Erfurt ab. Samstag gehts nach Hamburg und dann endlich in den Urlaub! Jetzt musst Du in der nächsten Zeit erstmal auf Bilder von Deinem Lieblingssohn verzichten, also schicke ich Dir noch ein paar Impressionen der letzten Woche.

Zur Einstimmung auf das bunte Fischtreiben in der Ostsee waren wir im Aquarium.


































Luan wollte immer alles ganz genau sehen und hat keine Mühen gescheut, um den Fischen ganz nah zu sein.

Vorbei an den Menschenmassen...

zielstrebig zum bunten Korallenriff.

Auch der kleine Lukas, der mit seinen Großeltern da war, war sehr an den Südseefischen interessiert.



















Allerdings hat man von einem eigenen Stuhl eine bessere Sicht.








Toll war auch das große Becken, in dem vielleicht drei Fische schwammen, allerdings konnten wir nur einen sehen. Vielleicht hatte der eine kleine Fisch das ganze Riesenaquarium auch für sich alleine. Wow, wie der leuchtet...

Draußen war das Wetter immer noch super und wir kamen ins Grübeln, wie denn gegrillter Koi so schmeckt.


































Seinen Seehund jedenfalls hat Luan zum Fressen gern...

Natürlich haben wir auch einen Abstecher in die Bibliothek gemacht, um uns mit etwas Reiseliteratur einzudecken.


Da fiel Luan auf, dass wir auch im Urlaub den Sportaspekt nicht vernachlässigen sollten.
Beachte, was ich nicht vergessen sollte einzupacken...



Um uns dann sportlich etwas einzustimmen waren wir bei "Erfurt rennt", um Vanessa, Haagi und deren Truppe ordentlich anzufeuern. Leider waren die soooooo schnell, dass ich kein Foto von ihnen machen konnte.


Besser als beim Sport zuzugucken ist es aber, selber welchen zu machen und das hat Luan beim wöchentlichen MuKiTu auch richtig viel Spaß gemacht!!






Tja, was wäre eine Woche ohne Party, dachten wir uns, aber, wir waren etwas spät...

trotzdem fielen die Mädels vor Luan auf die Knie.



Zu später Stunde hatten wir noch das Vergnügen, die Künstler persönlich kennenzulernen und Luan hat uns dann in einem schnuckeligen Ford Ka zu einer Spritztour eingeladen.





I tell you, Erfurt rockt ganz schön!


Vielen Dank übrigens auch für Dein Paket! Typisch amerikanisch ist es natürlich vielseitig einsetzbar.


So, das wars erstmal. Wir wünschen Dir viel Spaß mit Flying Tilly, denk an das Tattoo!, alles Liebe, Fru un Jung